SEW Autumn · Chiba (Tokyo area) · 9–11 September 2026
Das komplette Programm — mit Belegen
Alle 11 Sessions auf 1 Bühnen. Speaker sind mit ihren ChargiPedia-Profilen verlinkt; die Kontextnotizen stammen von uns – erstellt auf Basis unserer eigenen Marktdaten und unseres News-Archivs.
Alle Zeiten entsprechen der Ortszeit in Chiba (Tokyo area), JST (UTC+9).
10:30–11:15Main
エネルギー政策
Die Energieeffizienz- und Neuen-Energien-Politik Japans
Chargalytics-Kontext
Die Energie-Roadmap des japanischen METI schafft den regulatorischen und förderpolitischen Rahmen, nach dem jede Investition in Ladeinfrastruktur bewertet wird — Netzkapazitätsziele, Ziele für den Erneuerbaren-Mix und Fristen für Klimaneutralität bestimmen direkt, wie Versorger Strom bepreisen und wie schnell öffentliches Laden skalieren kann. Wer in Japan ein mehrjähriges Ladenetz budgetiert, muss wissen, welche politischen Hebel — Förderungen, Vorgaben, Netzregeln — wann kommen. Kernfrage: Welche konkreten Meilensteine bis 2050 führen kurzfristig zu Verpflichtungen oder Fördermitteln für Ladebetreiber?
Vorstellung der Maßnahmen Japans und der Agency for Natural Resources and Energy zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050.
Perspektiven für eine Wasserstoffgesellschaft durch öffentlich-private Zusammenarbeit
Chargalytics-Kontext
Wasserstoff ist direkter Wettbewerber und Ergänzung zur batterieelektrischen Ladeinfrastruktur, insbesondere für schwere und Langstreckenflotten, bei denen die Ladeökonomie am schwächsten ist — eine Roadmap von Regierung und Industrie zeigt, wohin öffentliche Gelder und Infrastrukturprioritäten tatsächlich fließen. Planer von Ladenetzen müssen wissen, ob Wasserstoffkorridore geplante EV-Ladekorridore auf denselben Frachtrouten überlagern oder mit ihnen konkurrieren. Kernfrage: Wie sehen realistischer Zeitplan und Volumen für Wasserstoffinfrastruktur im Vergleich zum Ausbau von Schnellladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge aus?
Neue Strategie für das Zeitalter des beschleunigten Solarenergieausbaus
Chargalytics-Kontext
Solarstromüberschüsse und Abregelungen verändern die Strompreise in Japan bereits grundlegend. PV hinter dem Zähler, kombiniert mit EV-Laden — etwa über Unternehmen wie AI Grid Solutions und Yanmar — wird für Standortbetreiber zur Kernstrategie, um Leistungspreise zu senken und Netzvolatilität abzusichern. Ladebetreiber, die Solar-plus-Speicher-plus-Ladehubs bewerten, sollten verfolgen, welche Geschäftsmodelle die Vortragenden heute als finanzierbar und welche als Wunschbild präsentieren. Kernfrage: Welche PV-zu-Lader-Integrationsarchitekturen werden tatsächlich im großen Maßstab eingesetzt, und wie sieht die Amortisationsrechnung aus?
Zukunftsstrategie für die Batteriespeicherindustrie — Spitzenpositionen bei GX, wirtschaftlicher Sicherheit und technologischer Innovation —
Chargalytics-Kontext
Die Sicherheit der Batterielieferkette ist in Japan inzwischen eine erklärte Priorität für GX und wirtschaftliche Sicherheit. Das beeinflusst direkt Kosten und Verfügbarkeit von EV-Zellen sowie die Beschaffung von Zellen für stationäre Speicherpuffer durch Hersteller von Ladeausrüstung. Die Präsenz von Panasonic Energy deutet darauf hin, dass die Session heimische Fertigungskapazitäten und Förderstrukturen behandelt. Das entscheidet, ob batteriegepufferte Schnelllader wettbewerbsfähig werden. Kernfrage: Mit welcher Produktionskapazität und Kostenentwicklung für lokal beschaffte Zellen sollten Planer von Ladeinfrastruktur in den nächsten drei bis fünf Jahren rechnen?
Perspektiven für den beschleunigten Solarenergieausbau im Zeitalter von GX und Energiesicherheit
Chargalytics-Kontext
Der Solarausbau im Rahmen von Japans GX- und Energiesicherheitskurs bestimmt, wie viel variable erneuerbare Kapazität Ladenetze aufnehmen oder mithilfe von Speichern absichern müssen. Eine gemeinsame Session von METI und Umweltministerium signalisiert koordinierte Politik statt isolierter Anreize. Das betrifft alle, die Lader an Standorten planen, an denen Netzanschlusswarteschlangen und Abregelungsrisiken zur entscheidenden Einschränkung werden — nicht Grundstücke oder Hardware. Kernfrage: Welche konkreten Maßnahmen für Netzanschlüsse oder zur Verringerung von Abregelungen sind geplant und wie beeinflussen sie gekoppelte Lade- und Speicherprojekte?
Internationales öffentlich-privates Symposium zu Wasserstoff und Ammoniak
Chargalytics-Kontext
Dieser Ministergipfel zu Wasserstoff und Ammoniak — mit IEA, Hydrogen Council, Kawasaki Heavy Industries und Daimler Truck — setzt internationale Prioritäten für Lieferketten und Infrastruktur. Diese konkurrieren um dasselbe Kapital und dieselbe Netzkapazität, die EV-Ladenetze benötigen, besonders im Güterverkehr und in der Schifffahrt. Ladeprofis sollten verfolgen, ob Wasserstoffkorridore für bestimmte Schwerlastsegmente gegenüber Elektrifizierung priorisiert werden, denn diese Entscheidung beeinflusst, wo Investitionen in Schnellladekorridore sinnvoll sind. Kernfrage: Welche Verkehrssegmente lenken die Vortragenden in Richtung Wasserstoff und welche in Richtung batterieelektrisch — und auf welcher Kosten- und Infrastrukturbasis?
Sondervortrag der Wasserstoff-Ministerkonferenz auf der H2&FC EXPO. Mehrteilige Veranstaltung mit Eröffnungsfeier, Keynote des Hydrogen Council, Session A zur internationalen Wasserstofflieferkette, Session B zu regionalen Wasserstoff-Hubs und Session C zum Einsatz von Ammoniak in Stromwirtschaft, Schifffahrt und Industrie.
Status quo und Ausblick für den globalen EV-Batteriemarkt
Chargalytics-Kontext
Die Bedingungen am globalen EV-Batteriemarkt — Zellpreise, Kapazitäten und Lieferantenkonsolidierung — setzen die Kostenuntergrenze für jedes stationäre Speichersystem, das Ladebetreiber zur Abpufferung der Netzlast und Senkung von Spitzenlastkosten einsetzen. Mit Mobility Global und Blue Solutions als Vortragenden ist eher eine Einschätzung der tatsächlichen Entwicklung von Batteriekosten und Versorgung zu erwarten als politische Wunschvorstellungen. Kernfrage: Welche Trends bei Batteriekosten und Verfügbarkeit sollten Planer von Ladeinfrastruktur in ihren Capex-Modellen für 2025 bis 2027 berücksichtigen?
Hochsicheres NMC/LMFP-Kathodenmaterial mit zweischichtiger Struktur für Hochenergie- und langlebige Batterien
Chargalytics-Kontext
Eine neue zweischichtige NMC/LMFP-Kathode von ITRI, ausgelegt auf Energiedichte, Sicherheit und Zyklenlebensdauer, ist für Ladeprofis vor allem wegen ihres potenziellen Einsatzes in stationären Speicherpuffern an Hochleistungsladestandorten relevant. Dort beeinflussen thermische Sicherheit und Zyklenlebensdauer direkt Verfügbarkeit und Versicherungsrisiko. Dies ist eine materialwissenschaftliche Session ohne genannten Kommerzialisierungszeitplan. Offen bleibt, ob diese Chemie noch im Labor ist oder sich der Produktion nähert — und für welche Anwendung. Kernfrage: Welchen tatsächlichen Reifegrad — Labor, Pilot oder kommerziell — hat dieses Kathodendesign, und was ist der Zielanwendungsfall?
Wie AI den Strombedarf verändert: Herausforderungen und Energiestrategien für Rechenzentrumsbetreiber
Chargalytics-Kontext
Der Strombedarf von Rechenzentren durch AI konkurriert in vielen Märkten inzwischen direkt mit EV-Laden um Netzkapazität und Positionen in Netzanschlusswarteschlangen. Dass AWS und Tokyo Gas Engineering dazu Stellung nehmen, zeigt: Diese Spannung wird konkret, nicht nur theoretisch. Entwickler von Ladestandorten müssen wissen, ob Rechenzentrumscluster verfügbare Umspannwerkskapazität binden, bevor nahegelegene Ladehubs entstehen können. Kernfrage: Welche konkreten Konflikte um Netzkapazität oder Netzanschlüsse entstehen zwischen Rechenzentren und EV-Ladebedarf, und wie priorisieren die Versorger?
Aktuelle Maßnahmen zur beschleunigten Verbreitung von Wasserstoffenergie
Chargalytics-Kontext
Dass Tokios Industriebüro und Iwatani, ein großer Wasserstofflieferant, über den Wasserstoffhochlauf sprechen, deutet auf konkrete kommunale Infrastrukturplanung hin. Das ist für Ladeprofis relevant, die Standorte für multimodale Energie-Hubs bewerten, an denen Wasserstoffbetankung und EV-Laden gemeinsam angesiedelt sein oder um Fläche und Netzkapazität konkurrieren könnten. Kernfrage: Welche konkreten Ausbauziele für Wasserstofftankstellen gibt es in Tokio, und überschneiden sie sich mit geplanten Standorten öffentlicher Ladekorridore?
Nächste Schritte zur praktischen Einführung von Perowskit-Solarzellen
Chargalytics-Kontext
Perowskit-Solarzellen versprechen kostengünstigere, flexible PV, die direkt in Ladedächer, Carports und Gebäudefassaden an Ladehub-Standorten integriert werden könnte. Ein Kommerzialisierungsupdate von NEDO, University of Tokyo, Sekisui und Panasonic zeigt, wie nah die Technologie am realen Einsatz ist — im Gegensatz zur Labordemonstration. Entwickler von Ladestandorten sollten auf Daten zu Haltbarkeit und Kosten achten, denn die Schwachstelle von Perowskit war bislang die Degradation unter realen Bedingungen. Kernfrage: Welche Werte für Haltbarkeit, Effizienz und Kosten werden heute als kommerziell tragfähig präsentiert, und was befindet sich noch in Entwicklung?