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Standard-Netzwerkfenster vor Programmbeginn – keine technischen Inhalte, aber es lohnt sich zu sehen, wer aus Äthiopiens Verkehrsministerium, Energiesektor und von internationalen Geldgebern im Raum ist.
Zusammenfassung von Chargalytics. Den vollständigen Artikel findest du auf der Website des Herausgebers.
Vollständigen Artikel lesenAlle 74 Sessions auf 9 Bühnen. Speaker sind mit ihren ChargiPedia-Profilen verlinkt; die Kontextnotizen stammen von uns – erstellt auf Basis unserer eigenen Marktdaten und unseres News-Archivs.
Alle Zeiten entsprechen der Ortszeit in Addis Ababa, EAT (UTC+3).
Standard-Netzwerkfenster vor Programmbeginn – keine technischen Inhalte, aber es lohnt sich zu sehen, wer aus Äthiopiens Verkehrsministerium, Energiesektor und von internationalen Geldgebern im Raum ist.
Finnland und die nordischen Länder exportieren seit einem Jahrzehnt EV-Politik- und Netzintegrationsmodelle. Die offene Frage: Was lässt sich tatsächlich auf einen netzbeschränkten, importabhängigen Markt wie Äthiopien übertragen – und was wird ohne gebundenes Kapital lediglich als „Zusammenarbeit“ neu etikettiert? Ladeprofis sollten auf konkrete Zusagen hören: Finanzierung, technische Unterstützung, Pilotstandorte. Nicht nur auf diplomatische Einordnung.
Eröffnungsworte zur Begrüßung der Teilnehmenden und zur Einordnung der Zusammenarbeit zwischen Äthiopien, Finnland, der weiteren nordischen Region und Afrika.
Ein Standortbesuch ist die einzige Möglichkeit, Aussagen aus Panels zu überprüfen: Diese Route führt Delegierte in eine reale Ladeanlage und ein Busdepot statt vor eine Präsentation. Achte auf Verfügbarkeit der Lader, Netzkapazität im Depot und darauf, ob lokale Montage echte Fertigung oder CKD-Kitting ist – Details, die entscheiden, ob Äthiopiens E-Bus-Programm skaliert oder stockt.
Morgenroute zu öffentlicher Ladeinfrastruktur, Betrieb von Elektrobussen und Depotladen, Fahrzeugmontage sowie der Herstellung elektrischer Minibusse. Programm: 08:00–08:30 Ankunft der Delegierten, Registrierung und Sicherheitsunterweisung im Büro des Ministry of Transport and Logistics; 08:30–09:00 Abfahrt und Transfer zum ersten Standort; 09:00–10:00 Wossen Charging Facility – Besichtigung der Ladeinfrastruktur und technisches Briefing mit Eazy Power und Ethiopian Electric Utility; 10:00–10:30 Transfer zum Elektrobusdepot; 10:30–11:30 Electric Bus Depot at Megenagna – E-Bus-Betrieb, Ladeinfrastruktur und Flottenmanagement mit Addis Ababa City Bus Enterprise; 11:30–12:00 Transfer zur Fahrzeugfertigung; 12:00–12:45 Besuch der Fahrzeugfertigung und -montage – Marathon Motors; 12:45–13:15 Transfer zum Hersteller von Elektrofahrzeugen und Minibussen; 13:15–14:00 Electric Vehicle and Minibus Manufacturing Facility – Technologiedemonstration und Investitionsgespräch mit Belayneh Kindea Group; 14:00–14:30 Rücktransfer; 14:30 Ende der Besichtigung
Universitäten erhalten in solchen Agenden oft nur einen symbolischen Slot. Die entscheidende Frage ist, ob die Addis Ababa University tatsächlich Pipelines hat – Lehrpläne, Ausbildung für Techniker, angewandte Forschung –, die den Lade- und Fahrzeugmontagesektor versorgen, oder ob es bei einer ambitionierten Rahmenerzählung bleibt. Kompetenzlücken sind meist der stille Engpass hinter langsamen EV-Rollouts, mehr noch als Hardware oder Subventionen.
Eine Universitätsperspektive auf die Rolle von Forschung, Innovation und Kompetenzen bei der E-Mobilitätswende in Äthiopien.
Netzbereitschaft ist in den meisten afrikanischen Märkten die härteste Einschränkung für die EV-Skalierung. Äthiopiens stark wasserlastiges, aber übertragungsbeschränktes System macht diese Session zum Fundament für alles Weitere auf der Agenda. Wer Lader ausrollt, braucht hier konkrete Angaben: verfügbare Kapazität, geplante Verstärkungen und ob das Wachstum erneuerbarer Erzeugung von Verteilnetzinfrastruktur begleitet wird – nicht nur aggregierte Energiestatistiken.
Eine Einordnung zu Netzbereitschaft, Ladenachfrage, erneuerbarem Strom und den Folgen einer beschleunigten EV-Einführung.
Planung für Batterie-Second-Life und Recycling wird EV-Strategien meist erst nach dem Flottenrollout nachträglich angehängt. Dass das Thema jetzt aufkommt, deutet auf den Versuch hin, diesen Fehler zu vermeiden. Der Test: Bedeutet „lokale Wertschöpfung“ tatsächliche Recycling- und Refurbishment-Infrastruktur in Äthiopien – oder bleibt es eine Folie über Kreislaufprinzipien?
Eine kurze Einführung dazu, warum Kreislaufwirtschaft, Second Life, Recycling und lokale Wertschöpfung von Beginn an in Afrikas EV-Wende mitgedacht werden müssen.
Die Beteiligung von WRI deutet darauf hin, dass die Diskussion des Tages in Daten statt in Ambitionen verankert wird. Entscheidend ist, welche konkreten Hürden – Einfuhrzölle, Lücken bei Ladeinfrastruktur, Netzkapazität, Finanzierung – als Prioritäten eingestuft werden. Ladeprofis sollten dies als Referenzpunkt nutzen, an dem spätere Panel-Aussagen gemessen werden.
Eine datenbasierte Präsentation zu den wichtigsten Chancen, Herausforderungen und Prioritäten.
Pause – informelle Gespräche auf dem Flur bringen hier oft konkretere Abschlüsse hervor als die Panels selbst.
Jede E-Mobilitätskonferenz produziert Evidenz, wenige produzieren Umsetzung. Hier wird klar, ob Äthiopien den gerade diskutierten Prioritäten Verantwortlichkeiten, Budget und Zeitpläne zugewiesen hat – oder ob die Lücke zwischen Strategiepapier und installiertem Lader weiter offen bleibt.
Eine fokussierte Diskussion darüber, wie politische Ambitionen in Umsetzung übersetzt werden.
Dass zwei Roundtables nur auf Einladung zusammengeführt werden, deutet darauf hin, dass die Organisatoren einen Austausch zwischen Fragen zu Interoperabilität und Koordination sowie dem Parallelstrang fördern wollen. Es lohnt sich zu beobachten, ob beide Gruppen tatsächlich zu gemeinsamen Empfehlungen kommen oder in getrennten Spuren bleiben.
Gemeinsames Eröffnungsplenum für die Teilnehmenden der beiden Roundtables nur auf Einladung.
Der ungeskriptete Teil des Tages – hier werden Finanzierungslücken, regulatorische Unklarheiten und Standardkonflikte oft direkter angesprochen, als Panelisten es von sich aus tun.
Direkter Austausch zwischen Teilnehmenden und dem Panel.
Interoperabilität – Zahlungssysteme, Steckerstandards, Roaming-Vereinbarungen – ist das unspektakuläre Problem, das entscheidet, ob EV-Ladenetze grenzüberschreitend skalieren oder in inkompatible nationale Silos zerfallen. So geschah es vor Interoperabilitätsvorgaben mit mobilen Zahlungen in Teilen Afrikas. Mit GIZ, der Verkehrssicherheitsbeobachtungsstelle der AU und nordischer Beratungsexpertise im Raum lautet die Frage: Entsteht daraus ein tatsächlicher Koordinierungsrahmen oder nur eine weitere Diskussion über dessen Notwendigkeit?
Paralleler Roundtable nur auf Einladung. Mitveranstaltet von The European Chamber in Ethiopia (EuroCham).
Jan Tore Gjøby
Founder & E-Mobility Advisor · Gjøby Consulting
Die geschlossene Sitzung bringt europäisches Kapital (über EuroCham) mit afrikanischen Mobilitätsbetreibern zusammen — die eigentliche Frage ist, ob Finanzierer EV-/Laderisiken in Äthiopien korrekt bewerten oder sie schlicht meiden. Wer Fremd- oder Eigenkapital für afrikanische Ladeinfrastruktur strukturiert, sollte verfolgen, welche Konditionen und Garantien hier tatsächlich diskutiert werden — auch aus zweiter Hand.
Paralleler Roundtable nur auf Einladung. Gemeinsam veranstaltet mit The European Chamber in Ethiopia (EuroCham).
Hier entscheidet sich, ob aus zwei Tagen technischer und politischer Diskussion ein Arbeitsplan wird oder nur Wohlwollen verpufft. Achte auf konkrete Zusagen zu Netzkapazität, Finanzierung und Standards statt auf die nächste Runde ambitionierter Statements.
Zentrale Umsetzungsprioritäten und Bereiche für die weitere Zusammenarbeit.
Networking-Pause.
Second-Life-Batterien und Recycling rechnen sich erst, wenn EV-Flotten echte Größenordnungen erreichen — offen ist für Äthiopien, ob diese Größenordnung und der regulatorische Rahmen für den sicheren Umgang mit Altbatterien bereits existieren oder noch Jahre entfernt sind. Relevant für alle, die bewerten, wo lokale Fertigung oder Aufbereitung tatsächlich Marge statt nur Kosten schaffen kann.
Ein fokussiertes Arbeitsgespräch, das zirkuläres Denken entlang der EV-Wertschöpfungskette verbindet und Chancen für lokale Wertschöpfung, Second Life und Recycling identifiziert.
Die Kombination eines niederländischen DSO (Stedin) mit Ethiopian Electric Utility stellt ein ausgereiftes Konzept zur Netzintegration einem System gegenüber, das noch grundlegende Kapazitäten aufbaut — genau diese Lücke ist die eigentliche Story. Ladepunktbetreiber und Netzplaner sollten darauf achten, ob Äthiopien das Wachstum der EV-Last jetzt in Netzinvestitionen einplant oder es als Zukunftsproblem behandelt.
Ein fokussiertes Arbeitsgespräch darüber, wie sich Stromsysteme, Ladeinfrastruktur und die Entwicklung der Elektromobilität gemeinsam weiterentwickeln müssen.
Baerte de Brey
Senior Advisor, Electric Mobility · Stedin
Forschungsnetzwerke sind leicht angekündigt, aber nach dem ersten Jahr schwer zu finanzieren — der Wert dieser Session hängt davon ab, ob konkrete Vereinbarungen zum Datenaustausch, gemeinsame Finanzierungslinien oder Austauschprogramme für Studierende und Forschende zugesagt und nicht nur diskutiert werden. Benannte Finanzierungsquellen oder MOUs sind das Signal, dass daraus mehr als eine Mailingliste wird.
Ein Gespräch über den Aufbau eines praxisnahen Netzwerks, das Universitäten, Forschende, Regierung, Industrie und internationale Partner verbindet, mit dem Ziel, das Netzwerk weiterzuentwickeln. Programm: 10:40–10:50 Eröffnungsperspektiven und gemeinsame Ambition; 10:50–11:05 Gemeinsame Forschungsprioritäten, Datenaustausch und Kooperationsmöglichkeiten; 11:05–11:20 Gemeinschaftsprojekte, Finanzierung, Austausch von Forschenden und Studierenden sowie Verbindungen zu Regierung und Industrie; 11:20–11:30 Zusagen, Koordination und nächste Schritte
Mittagspause.
Ein Besuch bei Dodais Batteriewechselbetrieb ist das Nächste, was diese Konferenz an Praxischeck bietet: Halten Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit von Wechselstationen unter den täglichen Bedingungen in Addis Ababa stand, und wie schneiden sie gegenüber Plug-in-Laden für Last-Mile-Flotten ab? Nützlich für alle, die die Elektrifizierung von Zweirädern oder Wechselinfrastruktur in ähnlichen Schwellenmärkten bewerten.
Nachmittagsroute zu elektrischen Zweirädern und Batteriewechsel, EV-Unternehmen, Fahrzeugmontage und -fertigung sowie Stadtbahn und multimodalem Verkehr. Programm: 12:00–12:30 Ankunft der Delegierten, Registrierung und Sicherheitseinweisung; 12:30–13:00 Transfer zum ersten Standort; 13:00–14:00 Anlage für elektrische Zweiräder und Batteriewechsel – Dodai; 14:00–14:30 Transfer zum EV-Standort in Shegole; 14:30–15:30 Besuch des EV-Unternehmens in Shegole – Woubget Holdings / Crystal Automotive; 15:30–16:00 Transfer zu einer Anlage für Fahrzeugfertigung und -montage; 16:00–16:45 Besuch der Anlage für Fahrzeugmontage und -fertigung; 16:45–17:05 Transfer zum Standort für öffentlichen Verkehr und multimodale Mobilität; 17:05–17:35 Addis Ababa Light Rail and Multimodal Transport Facility – Addis Ababa City Light Rail Enterprise; 17:35–18:00 Rücktransfer; 18:00 Ende der Tour
Mittagspause.
Details nicht angegeben — Teilnehmende sollten vor der Planung ihres Nachmittags klären, welches Format oder Thema dieser Slot abdeckt und ob es sich um eine Plenarsitzung oder ein Breakout handelt.
Informelles Networking, keine technische Session.
Delegierte sind eingeladen, den Abend mit Live-Jazz im Fendika by Hyatt fortzusetzen. Eintritt: 400 ETB (ca. 2,50 USD).
Ankunfts- und Networking-Zeitfenster vor dem Programm von Tag 2.
Eröffnungen auf Ministeriums- und Stadtebene geben den politischen Ton vor, an dem der Rest der Konferenz gemessen wird — achte auf konkrete Zusagen zu Ladestandards, Netzzugang und der Reform von Einfuhrzöllen, nicht nur auf Elektrifizierungsziele. Für Ladepunktbetreiber ist das eigentliche Signal, ob nationale und kommunale Behörden bei der Regulierung von Infrastrukturstandorten, Tarifen und Genehmigungen an einem Strang ziehen.
Ladenetze wachsen nur so schnell, wie es die Steuer- und Tarifsignale in ihrem Umfeld zulassen; ein dieselbegünstigender Importkodex oder eine unreformierte Stromtarifstruktur kann jeden Business Case für Laden in einem Markt still untergraben. In dieser Session sollten Betreiber darauf achten, ob politische Entscheidungsträger diese Lücke tatsächlich schließen oder nur Absichten formulieren.
Grüne Ambitionen bedeuten wenig, solange Steuerregeln, Importvorschriften und Stromtarife weiter Diesel belohnen. Der Wandel beginnt, wenn staatliche Politik die sauberere Option zur praktischen Option macht.
Norwegen, Dänemark und Finnland gewannen nicht durch die Höhe ihrer Subventionen — sondern indem sie Besteuerung, Ausbau der Ladeinfrastruktur und öffentliche Beschaffung über mehr als ein Jahrzehnt ohne Kurswechsel aufeinander abstimmten. Für Märkte, die ihre EV-Politik noch gestalten, lautet die übertragbare Lehre regulatorische Kontinuität, nicht irgendein konkreter Anreizbetrag.
Der nordische Wandel liefert Belege, keine Vorlage. Die übertragbarste Lehre ist nicht eine bestimmte Subvention, sondern die Konsequenz, Besteuerung, Infrastruktur und Beschaffung lange genug aufeinander abzustimmen, damit ein Markt reagieren kann.
Ladeinfrastruktur, die um private Autobesitzer herum geplant wird, umgeht die Busse, Minibusse und den Paratransit, die täglich die meisten afrikanischen Pendler befördern. Diese Session stellt eine Frage, die Ladeplaner oft auslassen: Wessen Routen, Flotten und Depots werden tatsächlich elektrifiziert — und wer bleibt völlig außen vor?
Sauberere Autos für eine privilegierte Minderheit werden Afrikas Mobilität nicht verändern. Fortschritt muss sich in Fahrpreisen, Sicherheit, Zugang, Beschäftigung und den täglichen Wegen der Menschen zeigen, die heutige Verkehrssysteme regelmäßig übersehen.
Kapitalverfügbarkeit ist nicht der Engpass, mit dem die meisten Lade- und Mobilitätsunternehmen konfrontiert sind — bankfähige Unit Economics und wiederholbare Rollout-Modelle sind es. Diese Session sollte zeigen, was Investoren tatsächlich prüfen, bevor sie von Pilotbegeisterung zu Portfoliobindung übergehen.
Warum loben Investoren die Chance und lehnen den Deal trotzdem ab? Meist, weil Marktbegeisterung noch nicht zu glaubwürdiger Nachfrage, tragfähiger Wirtschaftlichkeit und einem plausiblen Weg von einem erfolgreichen Einsatz zu hundert geworden ist.
Eine DFI-gestützte Investition in einen Elektromobilitätsbetreiber ist ein Datenpunkt, den andere institutionelle Investoren auf Deal-Struktur, Risikoverteilung und Exit-Annahmen prüfen werden, bevor sie eigenes Kapital in afrikanische Lade- oder Flottenunternehmen investieren. Die entscheidenden Fragen: Welche Risikominderungsmechanismen machten diesen Deal möglich, und lassen sie sich außerhalb dieser spezifischen Transaktion replizieren?
Die Investition von Impact Fund Denmark in Spiro markiert ein bedeutendes Engagement einer nordischen DFI für afrikanische Elektromobilität. Dieses Gespräch untersucht, was die Investition ermöglicht hat, welches Signal sie an andere institutionelle Investoren sendet und wie geduldiges Wachstumskapital helfen kann, Elektromobilität auf dem Kontinent zu skalieren.
Kaushik Burman
CEO, Mobility · SPIRO
Ladeinfrastruktur und EV-Flotten passen nicht in konventionelle Annahmen zu Sicherheiten oder Laufzeiten. Deshalb entscheidet die Bereitschaft lokaler Banken, sie zu finanzieren — statt DFI-Zuschüsse — darüber, ob Finanzierung über geberfinanzierte Pilotprojekte hinaus skaliert. Achte darauf, ob Geschäftsbanken neue Risikorahmen beschreiben oder bestehende Kreditvorsicht nur in EV-Sprache wiederholen.
Geschäftsbanken werden entscheidend für die Finanzierung der Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Betriebsunternehmen sein, die für die EV-Wende nötig sind. Dieses Gespräch beleuchtet, wie lokale Kreditgeber neue Anlageklassen bewerten, Risiken steuern und Finanzierungsprodukte entwickeln können, die zu afrikanischen Mobilitätsmärkten passen.
Hartwährungsfinanzierung für Flotten mit Einnahmen in Lokalwährung ist ein strukturelles Risiko, das Verkehrsunternehmen schon vor EVs zugrunde gerichtet hat; Investoren in Ladeinfrastruktur stehen vor demselben Missverhältnis. Dieses Panel ist relevant für alle, die Kredite oder Leasing für afrikanische Lade- oder Flottenanlagen strukturieren — die Währungsfrage bestimmt die Tragfähigkeit stärker als die Technologie.
Von einer Flotte, die Schilling, Birr oder Kwacha verdient, sollte nicht erwartet werden, sieben Jahre lang unkontrolliertes Dollar- oder Euro-Risiko zu tragen. Finanzierung, die um die Präferenzen internationalen Kapitals herum gebaut ist, kann ein ansonsten tragfähiges lokales Verkehrsunternehmen zerstören.
Unterzeichnungszeremonien machen aus erklärter Absicht eine vertragliche Verpflichtung — der Wert liegt vollständig in den Bedingungen, Parteien und dem Umsetzungszeitplan hinter dem, was unterzeichnet wird. Ladeprofis sollten verfolgen, wer rechtlich wozu verpflichtet ist, nicht nur, dass eine Vereinbarung zustande kam.
Ladeinfrastruktur und Flottenelektrifizierung sind Details auf Umsetzungsebene, die Klimaverhandlungen historisch zugunsten aggregierter Emissionsziele ignoriert haben. Diese Session ist relevant, wenn sie einen Mechanismus schafft, der COP-Zusagen mit projektbezogener Verkehrsfinanzierung und Infrastrukturumsetzung verbindet — nicht wenn sie bei wiederholten Ambitionen bleibt.
Verkehr darf in der Klimadiplomatie nicht länger eine Fußnote bleiben. COP muss Emissionsziele mit den Straßen, Flotten, Häfen und Korridoren verbinden, wo Umsetzung und Rechenschaftspflicht tatsächlich beginnen.
Ohne zugeordnete Redner oder Beschreibung hängt der Wert dieser Session vollständig davon ab, ob sie konkrete investierbare Verkehrsprojekte benennt, statt den allgemeinen Aufruf zu mehr Klimaambition zu wiederholen. Ladeprofis sollten sie danach bewerten, welche konkrete Projektpipeline, falls überhaupt, vorgestellt wird.
Afrika sollte mit mehr als Ambitionen zu COP32 kommen: investierbaren Projekten, klaren Umsetzungspartnern und Belegen dafür, dass die Umsetzung bereits läuft.
Ein Leuchtturmprojekt im Verkehr wird erst glaubwürdig, wenn Budgetverantwortung, Risikoverteilung und Lieferfristen öffentlich sind und benannten Partnern zugeordnet werden können — vage Zusagen werden weder finanziert noch umgesetzt. Diese Session sollte danach bewertet werden, ob sie diese Rechenschaftsstruktur schafft oder nur eine weitere Roadmap.
Wer verantwortet das Budget? Wer trägt das Risiko? Was muss bis nächstes Jahr geliefert werden? Ein Leuchtturmprojekt wird erst real, wenn diese Antworten öffentlich sind und die Partner demselben Zeitplan gegenüber rechenschaftspflichtig sind.
Interoperabilitäts-Nachrüstungen sind teuer; Märkte, die Standards früh übersprungen haben, zahlten dafür mit gestrandeter Hardware und gebundenen Nutzern. Afrikas Ladeinfrastruktur ist noch klein genug, dass Standardentscheidungen heute – nicht erst nach dem Rollout – bestimmen, ob Betreiber und Fahrer jahrelange kostspielige Nacharbeiten erleben. Wer heute Hardware- oder Software-Stacks spezifiziert, sollte fragen, was die globalen Lehren von CharIN über die Reihenfolge von Standards und Skalierung aussagen.
Andere Märkte haben Interoperabilität auf die teure Tour gelernt: nachdem inkompatible Geräte installiert waren und Nutzer bereits frustriert waren. Afrika hat noch den Vorteil, früh entscheiden zu können.
Glenn Cezanne
Vice-President, Global Government Relations · CharIN e.V.
Roaming-Plattformen funktionieren nur, wenn Regeln für Zertifizierung, Dateneigentum und Abrechnung vereinbart sind, bevor sich Netze verbinden. Sonst fügt eine gemeinsame Ebene lediglich einen Vermittler hinzu, ohne die Fragmentierung zu lösen. Mit Hubject und mehreren afrikanischen Betreibern am Tisch lautet der eigentliche Test, ob sich kommerzielle Regeln genauso schnell angleichen lassen wie das technische Protokoll. Betreiber, die Roaming-Partnerschaften bewerten, sollten auf konkrete Governance-Zusagen achten, nicht nur auf Architekturdiagramme.
Fünf Ladenetze sollten nicht fünf Apps und fünf Konten erfordern. Eine gemeinsame Serviceebene könnte verschiedene Systeme wie eines wirken lassen – aber nur, wenn Betreiber den Regeln für Zertifizierung, Roaming, Daten und Eigentum vertrauen.
Francis Romano
CEO and Founder · Drive Electric Solutions Ltd.
Christian Hahn
Chief Executive Officer · Hubject
Glenn Cezanne
Vice-President, Global Government Relations · CharIN e.V.
„Technologieneutralität“ ohne Durchsetzung führt dazu, dass Märkte am Ende dennoch fünf inkompatible proprietäre Systeme haben. Dieses Panel stellt Befürworter eines kontinentalen Rahmens gegen die Pragmatiker regionaler Modelle – ein echter Konflikt für alle, die entscheiden müssen, ob sie für einen afrikanischen Standard bauen oder sich über mehrere absichern. Entscheidend ist, ob sich die Panelisten auf einen Zeitplan oder ein Governance-Gremium festlegen oder die Debatte nur wiederholen.
„Technologieneutralität“ klingt vernünftig, bis jeder Betreiber ein anderes geschlossenes System wählt. Ist ein kontinentaler Rahmen realistisch, oder wären regionale Modelle schneller, ohne den Markt proprietärem Lock-in auszuliefern?
Christian Hahn
Chief Executive Officer · Hubject
Francis Romano
CEO and Founder · Drive Electric Solutions Ltd.
Jan Tore Gjøby
Founder & E-Mobility Advisor · Gjøby Consulting
Jit Bhattacharya
Co-Founder and CEO · BasiGo
Organisatorische Pause; keine Session-Inhalte.
Betreiber von Zwei-/Dreirädern warten nicht auf formale Interoperabilitätsstandards, und Ruanda hat offene Netze für konkurrierende Motorräder und Batterien bereits gesetzlich verankert. Dies ist eine aktuelle Fallstudie dazu, wie Regulierung Interoperabilität vor dem Branchenkonsens erzwingt – relevant für jeden Betreiber oder Investor, der entscheiden muss, ob er vom ersten Tag an geschlossen oder offen baut. Die zentrale Frage: Verändert verpflichtende Offenheit tatsächlich die Stückökonomie oder nur die Compliance-Kosten?
Interoperabilität als Standard ist noch Jahre entfernt. Betreiber, die ihre Netze bereits für konkurrierende Motorräder und Batterien geöffnet haben, warten nicht – und Ruanda hat ihren Ansatz inzwischen zum nationalen Gesetz gemacht.
Josh Whale
Founder and Chief Customer & Innovation Officer · Ampersand
Gaurav Anand
Country Head · SUN Mobility
Pläne für den Ausbau der E-Mobilität ignorieren Barrierefreiheit, Sicherheit von Frauen und Bezahlbarkeit routinemäßig, bis sie zu politischen Risiken statt zu technischen Nebensachen werden. Diese Session prüft, ob Inklusion ein Input für Routenplanung, Fahrzeugspezifikation und Tarifstruktur ist – oder nur eine Zeile in einem Strategiedokument. Flottenplaner und Stadtverantwortliche sollten darauf achten, ob Inklusion Beschaffungsentscheidungen verändert oder nur die Kommunikation.
Beginne bei Fahrgästen, die nicht einsteigen können, bei Frauen, die nach Einbruch der Dunkelheit ihre Route ändern, und bei Beschäftigten, für die der neue Dienst unerschwinglich ist. Ihre Wege zeigen, ob Inklusion über das Strategiedokument hinaus existiert.
Venture Capital belohnt softwareähnliches exponentielles Wachstum; Lade- und Mobilitätsinfrastruktur ist kapitalintensiv und skaliert langsam und physisch – ein Missverhältnis, das anderswo bereits Portfoliounternehmen zu Fall gebracht hat. Gründer und Betreiber sollten dies als Warnung verstehen: Welche Geschäftsmodelle passen wirklich zur VC-Logik, und welche werden durch die Jagd danach verzerrt? Entscheidend ist, welche alternativen Kapitalstrukturen – Fremdkapital, Mischfinanzierung, umsatzbasierte Finanzierung – tatsächlich zur Infrastrukturökonomie passen.
Venture Capital will exponentielles Wachstum; Mobilität steckt voller Fahrzeuge, Lader und operativer Komplexität. Manche Modelle können diesen Widerspruch überbrücken. Viele nicht – und sie in eine VC-Struktur zu zwängen, kann ein vollkommen solides Geschäft beschädigen.
Fahrzeugbeschaffung und der Ausbau von Ladepunkten sind wertlos ohne zuverlässige Energie dahinter – besonders beim Batteriewechsel und Depotladen, wo Ausfälle zu kaskadierenden Störungen im gesamten Flottenbetrieb führen. Diese Session behandelt das praktische Instrumentarium – Netzanschlüsse, Speicher, Smart Charging, Lastmanagement –, das angekündigte von tatsächlich bereitgestellter Kapazität trennt. Netzplaner und Depotbetreiber sollten auf konkrete Angaben zur Auslegung von Redundanz achten, nicht nur auf ambitionierte Zuverlässigkeitsziele.
Angenommen, ausreichend Erzeugungskapazität ist verfügbar: Welche Infrastruktur und Intelligenz sind nötig, um verlässliche Energie genau dann und dort bereitzustellen, wo elektrische Mobilität sie braucht? Von Batteriewechselstationen und öffentlichem Laden bis zu großen Bus- und Flottendepots untersucht diese Session die Rolle von Netzanschlüssen, Speichern, Redundanz, Smart Charging, Lastmanagement und Echtzeitsteuerung, um Fahrzeuge in Bewegung zu halten. Sie hinterfragt auch die Tendenz, Energieanlagen für nur einen Anwendungsfall zu bauen: Können Zuverlässigkeit, Auslastung und wirtschaftliche Tragfähigkeit steigen, wenn dieselbe Infrastruktur mehrere Mobilitäts-, Gewerbe- und kommunale Energiebedarfe bedient?
Baerte de Brey
Senior Advisor, Electric Mobility · Stedin
Organisatorische Pause; keine Session-Inhalte.
Zwischen Netz, Solar, Speicher oder Hybrid gibt es keine universelle Antwort; die richtige Architektur hängt von Route, Lastprofil des Depots und lokaler Netzzuverlässigkeit ab. Die Wahl nach Technologiepräferenz statt nach Gesamtbetriebskosten ist ein häufiger und teurer Fehler. Da Versorger, Off-grid- und Batteriewechselbetreiber vertreten sind, sollte diese Session zeigen, wie sie diesen Zielkonflikt in der Praxis tatsächlich modellieren. Der Wert liegt im Entscheidungsrahmen, nicht in einer einzelnen empfohlenen Konfiguration.
Netz, Solar, Batterien oder ein Hybrid? Die Antwort ändert sich mit jeder Route, jedem Depot und jedem Einsatzzyklus. Zuverlässigkeit und Gesamtkosten sollten die Architektur bestimmen, nicht die Bindung an eine bevorzugte Technologie.
Baerte de Brey
Senior Advisor, Electric Mobility · Stedin
Flora Limukii
Head of Corporate Communications · SPIRO
Banken sollen EV-Vermögenswerte finanzieren – Busse, Batterien, Ladehardware – ohne etablierten Wiederverkaufsmarkt oder Abschreibungsdaten. Genau diese Lücke sollen Garantien vorübergehend schließen. Das Risiko: Garantien werden zu dauerhaften Subventionen, die unbewiesene Stückökonomie verschleiern, statt Zeit zu kaufen, um sie zu belegen. Kreditgeber und Betreiber sollten darauf achten, wie Garantiebedingungen auf einen Ausstieg hin strukturiert sind und welcher Evidenzschwellenwert ihn auslöst.
Lokale Banken sollen Kredite gegen Vermögenswerte vergeben, die sie noch nicht bewerten oder weiterverkaufen können. Eine Garantie kann dem Markt Zeit geben, Evidenz aufzubauen – sie darf aber nie schwache Ökonomie kaschieren.
Das Scheitern der Elektrifizierung von Bussen liegt selten am Fahrzeug; vielmehr an falsch dimensionierter Depotleistung, Ladern ohne Bezug zur Routenlogistik und Fahrplänen, die Ladeausfälle ignorieren. Diese Session fordert die entscheidende Reihenfolge ein: zuerst Route und Betriebsmodell, dann die Fahrzeugspezifikation. Viele BRT-Elektrifizierungsprogramme überspringen diese Disziplin unter politischem Druck, Busse auf die Straße zu bringen. Verkehrsplaner sollten darauf achten, ob die Referenten konkrete Depot- oder Fahrplanfehler benennen können, die sie korrigiert haben – nicht nur ausgelieferte Fahrzeugzahlen.
Kaufe zuerst die Busse, dann kommen die Probleme: unzureichende Depotleistung, schlecht platzierte Lader und Fahrpläne, die Ladezeit ignorieren. Erfolgreiche Elektrifizierung beginnt mit Route und Betriebsmodell, erst dann folgt die Fahrzeugspezifikation.
Achuth Das
Director of New Market Development & Marketing · Volvo Buses
Jit Bhattacharya
Co-Founder and CEO · BasiGo
Afrikas EV-Hochlauf stützt sich auf übernommene Daten aus europäischen und asiatischen Einsatzzyklen. Das verzerrt Batterieauslegung, Standortwahl für Ladeinfrastruktur und Investitionsrisikomodelle. Von Universitäten geleitete Tests auf lokalen Straßen, unter lokalen Klimabedingungen und mit lokalen Fahrprofilen sind der einzige Weg, Annahmen durch Belege zu ersetzen, bevor Kapital fehlallokiert wird. Wer Infrastruktur oder Flotteneinsätze finanziert, sollte fragen, welche unabhängigen lokalen Datensätze existieren und wie sie in die Politik einfließen.
Keine lokalen Daten bedeuten importierte Annahmen, vorsichtige Investoren und vermeidbare politische Fehlentscheidungen. Universitäten können diese Lücke schließen, indem sie zu unabhängigen Testumgebungen für Batterien, Einsatzzyklen, Ladeverhalten und Netzauswirkungen werden.
Eine Pause, um abzugleichen, was tatsächlich gesagt wurde und was auf der Bühne versprochen wurde — hier wechseln oft die offeneren Marktinformationen den Besitzer.
Norwegens reifer EV-Markt und die nordische Erfahrung mit Ladestandards machen seine diplomatische Unterstützung für Beobachter afrikanischer Märkte relevant, die verfolgen, welche Regierungen sich frühzeitig Einfluss sichern wollen.
Offizieller Empfang des Nordic-Africa EV Summit, ausgerichtet von der norwegischen Botschaft.
Früher Zugang für direkte Gespräche mit Regulierungsbehörden, OEMs und Infrastrukturbetreibern, bevor die formelle Tagesagenda die Diskussion eingrenzt.
Setzt die Agenda für den Tag. Achte darauf, welche Themen priorisiert werden: Das zeigt, welche Lücken die Veranstalter derzeit in der afrikanischen E-Mobilität für am dringendsten halten.
Vierundfünfzig fragmentierte Regulierungsregime verhindern, dass OEMs und Hersteller von Ladehardware ein Produkt für den Kontinent entwickeln können. Das erhöht Kosten und bremst Fertigungsinvestitionen. Der entscheidende Test ist, ob das AU-Rahmenwerk interoperable technische Regeln liefert oder nur politische Einigkeit — Ladepunktbetreiber brauchen Ersteres, um grenzüberschreitende Korridore zu planen.
Vierundfünfzig isolierte EV-Märkte werden kaum Fertigung anziehen oder grenzüberschreitende Mobilität ermöglichen. Das Rahmenwerk muss nicht jedes Land gleich machen; es muss ihre Märkte kompatibel machen.
Wer die Standards für Stecker und Kommunikationsprotokolle schreibt, kontrolliert, welche Fahrzeuge und Netzwerke in den afrikanischen Märkten im nächsten Jahrzehnt konkurrieren können. Infrastrukturbetreiber, die jetzt investieren, riskieren wertlos werdende Hardware, wenn diese Standards von den kontinentweit übernommenen Vorgaben abweichen — in dieser Session wird dieses Risiko definiert oder vertagt.
Standards sind als technische Details getarnte Marktmacht. Stecker, Prüfregeln und Kommunikationsprotokolle entscheiden darüber, welche Fahrzeuge auf den Markt kommen, welche Unternehmen konkurrieren und ob die heutige Infrastruktur morgen zu verlorenen Investitionen wird.
Dass ein bekannter lokaler Unternehmer EV-Importe und Montage unterstützte, bevor die Marktbedingungen erprobt waren, ist ein nützliches Signal zur Bewertung des frühen Nachfragerisikos in Äthiopien. Die Session sollte klären, welche konkreten Markt- oder politischen Bedingungen diese Wette tragfähig machten und ob sie anderswo reproduzierbar sind.
Zwei olympische Goldmedaillen und 27 Weltrekorde machten Haile Gebrselassie zu einer globalen Ikone. In seiner Heimat gehörte er auch zu den Unternehmern, die früh auf Elektromobilität setzten, Hyundai EVs über Marathon Motors Engineering nach Äthiopien brachten und die lokale Montage unterstützten, bevor der Markt offensichtlich attraktiv wirkte.
Vor allem als Kontext für afrikanische politische Entscheidungsträger nützlich, die entscheiden müssen, welche Teile des globalen EV-Übergangs — Förderkonzepte, Standardkonflikte, Aufbau von Ladenetzen — sich zu wiederholen lohnen und welche sie überspringen sollten.
Die Geschichte des Elektrofahrzeugs reicht viel weiter zurück, als die meisten denken. Diese Session führt durch die Innovationen, Wendepunkte und Fürsprecher, die Elektromobilität zu einer globalen Bewegung gemacht haben.
Die Elektrifizierung von HDV steht und fällt mit Nutzlast- und Auslastungsrechnung, nicht mit Umweltabsichten — jedes zum Laden eingesetzte kWh bedeutet Stillstand oder geringere Ladekapazität. Diese Session sollte benennen, welche afrikanischen Frachtrouten bereits wirtschaftlich tragfähig sind, denn das ist der einzige glaubwürdige Einstiegspunkt für Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge.
Ein Lkw verdient Geld, wenn er fährt. Jede Ladeentscheidung betrifft daher Nutzlast, Routenenergie, Fahrerzeit und Anlagenauslastung. Die ersten tragfähigen HDV-Routen werden jene sein, auf denen sauberer Betrieb die Wirtschaftlichkeit bereits stärkt.
Die Elektrifizierung des Schwerlastgüterverkehrs funktioniert nur, wenn die Ladeinfrastruktur ganze Korridore abdeckt, nicht isolierte nationale Netze. Der eigentliche Test dieser Session ist, ob die Panelisten konkrete grenzüberschreitende Planungsmechanismen statt ambitionierter Karten vorlegen können. Flottenbetreiber und Infrastrukturinvestoren sollten darauf achten, wie die Koordination mit Versorgern, Genehmigungen und Finanzierung entlang der Handelsrouten Äthiopiens abgestimmt wird — denn eine einzige Lücke lässt Diesel bei der Routenökonomie weiter gewinnen.
Ein fehlender Schnelllader kann eine 1.500-Kilometer-Route unterbrechen. Korridore müssen durchgängig über Versorger, Grenzen und Zuständigkeiten hinweg geplant werden; sonst gewinnt Diesel weiter, weil er überall funktioniert.
Die hier eingegangenen formellen Verpflichtungen sind das konkrete Ergebnis des Gipfels — es lohnt sich zu verfolgen, ob daraus finanzierte Projekte werden oder bloße Absichtserklärungen bleiben.
Flottenverfügbarkeit ist zunächst ein Integrationsproblem, kein Hardwareproblem: Energie-, Lade- und Wartungsdaten liegen meist in getrennten Systemen. Erst ihre Verknüpfung macht aus reaktiven Reparaturen vorausschauende Planung. Wer gemischte Flotten betreibt, sollte fragen, welches Datenmodell diese Vision voraussetzt und ob es mit bestehender Telematik funktioniert – nicht nur mit neuen EVs.
Der Wert von Mobilitätsdaten zeigt sich, wenn ein Flottenmanager Energie, Laden und Wartung gemeinsam sieht. Diese Transparenz kann Ausfälle vorhersagen, Nachfrage verlagern und teure Assets in Betrieb halten, statt sie warten zu lassen.
Hardware-Zuverlässigkeitswerte bedeuten wenig, wenn die Zahlung scheitert, die Authentifizierung abläuft oder ein Betreiber sein Netzwerk hinter proprietären APIs abschottet. Mit Stimmen aus Telekommunikation, Normung und OEMs im Raum lautet die eigentliche Frage: Werden offene Schnittstellen und Cybersicherheit jetzt integriert oder erst nach dem ersten Angriff oder Fahrerprotest nachgerüstet?
Der Stecker ist sichtbar, doch die Software entscheidet, ob er für Nutzer funktioniert. Datenzugang, Zahlungen, Cybersicherheit und offene Schnittstellen werden das Ladeerlebnis prägen – lange nachdem der Beton gegossen ist.
Flora Limukii
Head of Corporate Communications · SPIRO
Afrika liefert Kobalt, Lithium, Graphit und Mangan, erzielt aber wenig Wertschöpfung bei Raffination, Zellen oder Komponenten – und importiert anschließend die fertigen Fahrzeuge, die aus den eigenen Rohstoffen gebaut wurden. Die Session sollte genau aufzeigen, an welchen Stellen dieser Kette afrikanische Volkswirtschaften aufsteigen könnten und was dafür nötig wäre.
Kobalt, Lithium, Graphit, Mangan: Die Reise beginnt im afrikanischen Boden und endet zu oft damit, dass Afrika die fertige Technologie zurückkauft. Es fehlen die Kapitel Raffination, Komponenten, Wartung und Rückgewinnung.
Ölexporte gegen Mineralexporte zu tauschen, ist keine Transformation, sondern dasselbe extraktive Modell mit einer Batterie daran. Die Glaubwürdigkeit dieses Panels hängt davon ab, ob es konkrete Mechanismen benennt – lokale Raffineriekapazitäten, Recyclinginfrastruktur, IP-Eigentum – statt ohne Plan die Vokabeln der Kreislaufwirtschaft zu wiederholen.
Rohe Mineralien exportieren. Fertige Batterien importieren. Das grüne Transformation nennen. Dieses Modell verändert die Technologie, erhält aber die alte Rohstoffökonomie; zirkuläre Wertschöpfungsketten bieten einen Weg zu mehr Ambition.
Organisatorische Pause; keine Session-Inhalte.
Nationale EV-Verbände sind näher an realen Ladedaten, Fahrerbeschwerden und politischen Auseinandersetzungen als es jede kontinentale Organisation sein wird. Die offene Frage lautet, ob ein panafrikanischer Rahmen diese Erkenntnisse bündelt oder sie dupliziert. Achte darauf, ob daraus gemeinsame technische Standards und Daten entstehen oder nur eine weitere zahnlose Koordinationsebene.
Nationale EV-Verbände verfügen bereits über viel Wissen, das ein kontinentaler Rahmen braucht. Die Verknüpfung ihrer Daten, politischen Positionen und technischen Expertise könnte eine glaubwürdige afrikanische Branchenstimme schaffen, ohne eine weitere ferne Institution aufzubauen.
Ein Lader, der offline, gesperrt oder nicht bezahlbar ist, schadet der EV-Akzeptanz mehr als gar kein Lader, weil er Neugier in Misstrauen verwandelt. Die entscheidende Kennzahl ist nicht die Zahl der Stationen, sondern Verfügbarkeit und Erfolgsquote bei Ladevorgängen. Diese Session sollte zeigen, wer das bei afrikanischen Rollouts tatsächlich misst.
Die Karte zeigt: Der Lader existiert. Der Fahrer kommt an und findet ihn offline, gesperrt oder nicht bezahlbar vor. Dieses eine Erlebnis kann dem Vertrauen in EVs mehr schaden, als jede Marketingkampagne reparieren kann.
Behauptungen zum lokalen Anteil verstecken sich oft hinter der Endmontage, während Engineering, Batterien, Software und IP importiert bleiben. Die echte Lokalisierungskennzahl ist Wertschöpfung, nicht Schraubenzahl. Politik und Hersteller sollten hier darauf festgenagelt werden, welcher Anteil tatsächlich gemessen und verifiziert wird – statt nur behauptet.
Wie viel Prozent eines lokal montierten EVs sind wirklich lokal? Zähle Engineering, Komponenten, Software, Lieferanten und geistiges Eigentum – nicht nur die letzten Schrauben, die in einer afrikanischen Fabrik angezogen werden.
Flora Limukii
Head of Corporate Communications · SPIRO
Der Ausbau von Fahrzeugen und Ladern überholt in den meisten aufstrebenden EV-Märkten die Ausbildung von Technikern. Stillstehende Ausrüstung aus schlecht gewarteten Flotten ist ein teurer, vermeidbarer Ausfallmodus. Das nützliche Ergebnis dieser Session ist ein konkreter Zeitplan: Wie viele zertifizierte Techniker werden bis wann benötigt, gemessen an wie vielen EVs auf der Straße?
Die Fahrzeuge könnten vor den Menschen eintreffen, die für ihre Wartung ausgebildet sind. Lehrpläne, Zertifizierung und Praxisplätze in der Industrie müssen aufholen, bevor Fachkräftemangel importierte Technologie zu stillstehender Ausrüstung macht.
Organisatorische Pause; keine Session-Inhalte.
Das nächste Leben einer gebrauchten Batterie – reparierter Akku, stationärer Speicher, recycelbares Material oder Sondermüll – wird vollständig durch Diagnosedaten und Rückverfolgbarkeit bestimmt, nicht durch den Standardfall. Ohne diese Dateninfrastruktur ist der sichere und wirtschaftlich sinnvolle Weg oft nicht vom riskanten zu unterscheiden. Genau diese Lücke muss dieser Deep Dive adressieren.
Eine gebrauchte Batterie kann vier sehr unterschiedliche Dinge werden: ein reparierter Fahrzeugakku, stationärer Speicher, recycelbares Material oder Sondermüll. Diagnostik und Rückverfolgbarkeit entscheiden, welche Zukunft technisch sicher und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Die Ladestrategie für Schwerlastfahrzeuge hängt von Route und Standzeit ab, nicht von Vorlieben: Laden über Nacht im Depot, Nachladen am Zielort oder Schnellladen entlang des Korridors erfordern jeweils andere Leistungsniveaus und Infrastrukturinvestitionen. Betreiber sollten diese Session mit dem Wissen verlassen, wie sie den Ladertyp dem Einsatzzyklus zuordnen – nicht nur damit, was technisch möglich ist.
Über Nacht im Depot laden, während des Beladens am Zielort oder schnell entlang des Korridors? Route und Standzeit liefern die Antwort; der Lader muss dem Betrieb folgen.
Das Wachstum von EVs in Afrika ist untrennbar mit Stadtplanung und dem Design von Güterverkehrskorridoren verbunden – Ladeinfrastruktur, die auf autozentrierten Annahmen basiert, droht genau die Staus und Ungleichheiten zu verfestigen, die sie lösen soll. Die entscheidende Frage lautet, ob Betreiber Ladehubs als multifunktionale Wirtschaftsknoten positionieren können – für Energie, Logistik und lokalen Handel – statt als reine Tankstopps. Stadtplaner, Korridorentwickler und Flottenstrategen sollten darauf achten, wie die Integration des öffentlichen Verkehrs und die Flächennutzungspolitik neben der Elektrifizierung behandelt werden.
Ein elektrischer Stau bleibt ein Stau. Sauberere Fahrzeuge müssen mit öffentlichem Nahverkehr, besserer Flächennutzung und Straßen einhergehen, die auf Mobilität statt Autobesitz ausgelegt sind. Gleichzeitig können Ladestopps zu Energiehubs, Wartungszentren, Logistikknoten und Märkten für lokale Dienstleistungen werden. Diese abschließende Plenarsitzung verknüpft die Zukunft afrikanischer Städte mit den Korridoren, die zwischen ihnen wirtschaftliche Aktivität schaffen können.
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